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Schroth
Deshalb Schrothkur:

Der in Niederlindewiese lebende Johann Schroth (1798 - 1856) begrüdete 1829 diese auf drei "Säulen" beruhende, nach ihm benannte Kur. Dr. med. Hermann Brosig brachte sie vor 50 Jahren nach Oberstaufen und wird seitdem hier durchgeführt.

Die 3 Säulen der Schrothkur sind:
  1. Die Schrothsche Packung - eine Ganzkörperschwitzpackung. Sie lockert durch die Durchwärmung des Körpers die verspannten Muskeln und Sehnen, beseitigt Schmerzen, verbessert die Durchblutung der Bindegewebe und wirkt beruhigend und ausgleichend auf die Tätigkeit der inneren Organe. Sie unterstützt sowohl die Gewichtsreduktion als auch die Entgiftungsvorgänge und steigert die Abwehrkraft.
  2. Der rhythmische Wechsel von Trink- und Trockentagen bewirkt eine intensive Gewebsdrainage und übt im Sinne der Naturheilmedizin einen starken Reiz zur Aktivierung der Selbstheilkräfte aus. Als Getränke werden nach notwendiger ärztlicher Verordnung trockene, naturreine Weine, Tee, Wasser oder Säfte gegeben.
  3. Die Schrothsche Diät ist eine unterkalorische (500 - 1000 kcal), salzarme, rein pflanzliche Kost. Damit ist sie eiweißarm, fett- und cholesterinfrei.

Die Schrothkur ist angebracht bei:
Erhöhung der Harnsäure im Blut, Gicht, Bluthochdruck, Arterienverkalkung, Rheuma, Weichteilrheuma, Magen- und Darm-Störungen, Nieren- und Blasenleiden, Wechseljahrbeschwerden, Neigung zu Wasseransammlung im Körper, Stoffwechselstörungen, Fettstoffwechselstörungen, Übergewicht, chronische Vergiftungen, Schuppenflechte und Akne, Allergien, Verschleißerscheinungen der Gelenke und der Wirbelsäule, chronische Entzündungen z.B. der Bronchien oder Nasennebenhöhlen.
Die Schrothkur sollte unbedingt 3 Wochen lang durchgeführt werden.
Schrothpackung